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Die Fakten im Überblick

Wirkstoffgruppe Anabole/androgene Steroide, spezifisch Nortestosteron Derivate (wie Nandrolon, Ethylestrenol und Oxabolon)
Chemische Bezeichnung 17beta-hydroxyestra-4,9,11-trien-3-one
Chemische Formal C18H22O2
Molekulargewicht 270,4g/mol
Androgene Wirkung gering (< Testosteron)
Anabole Wirkung stark (~ Testosteron), anabole Wirkung in etwa mit der von Testosteron zu vergleichen, steigt mit Erhöhung der Dosierung allerdings an, was bei Testosteron ab einem gewissen Punkt nicht mehr der Fall ist
Östrogenwirkung in Tierversuchen 1,9%; keine Studien am Menschen bekannt, rein theoretisch unwahrscheinlich
Halbwertzeit abhängig vom angehängten Ester
  • Acetat: ca. 1 Tag
  • Hexahydrobenzylcarbonat: ca. 2,5-3 Tage
  • Enantat: ca. 4,5-5 Tage
Strukturformel Trenbolon





Erstmal die liebe Verwandschaft....

Trenbolon ist ein Abkömmling, ein Verwandter des Nandrolon und somit auch auch ein sogenanntes 19-Nor Steroid, 19-Nor steht für eine fehlende Methylgruppe an der 19 Stelle des Steroidmoleküls. Man bezeichnet also etwas Fehlendes extra, das kommt dadurch, dass der Vater aller Steroide, das Testosteron, sozusagen als Norm herangezogen wird und hier die Methylgruppe vorhanden ist.
Das soll uns an dieser Stelle auch nicht weiter aufhalten, ein Blick auf die Bilder und schon ist leicht verständlich was damit gemeint ist.

Trenbolon Dieser Unterschied zwischen den 19-Nor Steroiden und dem Testosteron ändert natürlich auch etwas am Verhalten des Moleküls.
Interessanterweise zeigt schon Nandrolon eine stärkere Neigung, an den Androgenrezeptor (AR) zu binden als Testosteron selbst, 3 mal stärker bindet es an die Zellen im Muskelgewebe. (1)
Wir wissen aber alle, teilweise durch weibliche Athleten, dass Nandrolon nicht so androgen und vermännlichend wirkt wie Testosteron, das liegt natürlich auch daran, dass Nandrolon in das schwächere Dihydronandrolon (DHN) umgewandelt wird und Testosteron in das stark androgene Dihydrotestostern (DHT).
Man sollte jedoch bedenken wie z.B. das Oxabol (Hydroxynandrolon), dem Nandrolon sehr ähnlich, nicht zu dem schwächeren DHN konvertiert wird und trotzdem nur schwach androgen ist. 

Alles was wir uns hier also für später merken müssen ist, dass die Bindung zum Rezeptor nicht unbedingt was mit der Stärke der androgenen Wirkung zu tun hat.

One...two...ähh..trien? Trienbolon?


Name leitet sich schon von seiner Formel ab - "17beta-hydroxyestra-4,9,11-trien-3-one", das "trien" in der Formel ist hier namensgebend und deutet auf eine weitere Eigenschaft des Trenbolon hin, nämlich insgesamt 3 Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen im Steroidmolekül bei 4, 9 und 11.


4-5 und Haarausfall

Einmal die 4-5 Bindung, diese kommt auch beim Testosteron und Nandrolon vor.
Gerade diese Bindung ermöglicht dem 5-alpha-reduktase Enzym, diese beiden zu DHT und DHN umzuwandeln. 5ar Enzym, das klingt für manche bekannt, vielleicht wenn man Stichworte wie Propecia und Proscar und Finasterid....jaa jetzt klingelt es..erwähnt.
Propecia stoppt die Umwandlung von T zu DHT und hemmt somit auch den Haarausfall bei Männern. Bei Nandrolon soll man es wiederrum nicht verwenden, gerade hier profitiert man vom DHN das kaum androgen ist, das Nandrolon wird also im Gegensatz zu Testosteron eher geschwächt, es bleibt trotzdem umstritten ob das Finasterid hier einen großen Unterschied macht.
Wie sieht es mit Trenbolon aus?
Es gibt keinen Nachweis für einen 5AR reduzierten Metaboliten des Trenbolon, kurz und knapp gesagt, es bleibt unberührt, egal ob man Finasterid dazu nimmt oder nicht, es macht keinen Unterschied, weder ist es schädlich noch bringt es etwas. Trenbolon zeigte sich in einem in vivo (also an lebenden Objekten) Vergleich mit Testosteronpropionat genauso effektiv, wenn es darum ging das Gewicht von Gewebe zu erhöhen in dem das 5AR Enzym fehlte, wie z.B. Muskulatur. Im Gewebe mit 5AR zeigte sich Testosteron effektiver durch seine Umwandlung zu DHT.
(2)

"In the Hershberger assay (in vivo), TB was as potent as testosterone propionate in tissues that lack 5alpha-reductase but less effective at increasing weight of tissues with this enzyme. Such tissue specificity was anticipated because other C-19 norsteroidal androgens display a similar profile in this assay.
"

Das würde heißen es hätte z.B. bei einem Mann das Prostatagewicht nicht so stark erhöht wie es DHT tut, obwohl an vielen Stellen zu lesen ist, Trenbolon sei höchst androgen.
Das sollten wir uns auch für später vormerken, wenn es darum geht, die tatsächliche androgene Wirkung des Trenbolon zu diskutieren. Merken wir uns auch, dass Trenbolon von der anabolen Wirkung her mindestens dem Testosteron entsprach, auch wenn manche behaupten man würde damit nicht wirklich viel an Muskelgewebe zulegen. Wie es sich zeigt eine weitere Falschannahme.

Wofür 9-10 und 10-11 gut sind

Die Doppelbindung beim 9 Kohlenstoffatom sorgt klipp und klar für die bekannte Muskelhärte, die man mit Trenbolon erzielt. Ja man ahnt es bereits, es verhindert eine Aromatisierung des Trenbolon zu Östrogenen.
Nun es gibt Quellen, die eine 1,9% Umwandlung zu östrogenartigen Abkömmlingen zeigen und diese als gering einstufen. Das stimmt so leider nicht, denn diese 1,9% beziehen sich auf Studien (Pottier et al.) mit Vieh, also mit Kühen, Färsen, Stieren usw. und insbesondere auf eine Zusammenfassung der Weltgesundheitsorganisation. (3)

1,9% hören sich zwar recht gering an, wenn man jedoch bedenkt, dass selbst Testosteron nicht mehr als zu 1% aromatisiert und wir dann bedenken, was für Probleme es verursachen kann, erscheinen fast 2% für Trenbolon als schier unmöglich, denn östrogenbedingte Probleme sind damit nicht bekannt. Um die Aromatasetätigkeit am Trenbolon zu ermöglichen, müsste die Doppelbindung bei 9 aufgehoben werden, bei manchen Tieren scheint es ja zu klappen, beim Menschen sehr unwahrscheinlich, also sollten wir diese 1,9% auch da belassen wo sie hingehören, nämlich in der Viehzucht.

Weiterhin erzielen diese Doppelbindungen eine verstärkte Bindungsaffinität zum Androgenrezeptor, das zusammen mit dem 19-Nor sorgt für die von Trenbolon bekannte, starke Bindung zum AR. (4)



"Also das Trenbolon ist ein wirklich stark androgenes Steroid! Androgener als alles andere, androgener als ein androgenes Androgen!"
"Ah ja?"
"Ja doch."
"Und was macht es denn so stark androgen? Was heißt denn androgen?"
"Nunja also..weißt du..,du ich kann jetzt nicht, muss jetzt weiter trainieren!"


Trenbolon ist so und so viel androgener als Testosteron. Wie oft hat man diesen Satz gehört, wenn es um dieses Steroid geht?
Doch ist dem wirklich so? Ich meine was versteht man letztendlich unter diesem Begriff, seien wir doch mal so bequem und unwissenschaftlich und schauen in einfaches Lexikon.
Da finden wir folgenden Satz: Ein Androgen ist ein Sexualhormon, das eine virilisierende Wirkung besitzt.
Virilisierend heißt vermännlichend, eine androgene Wirkung ist also eine vermännlichende, eine die zur Ausprägung der männlichen Merkmale führt.
Sei es die Entwicklung der Geschlechtsorgane, des Hirns bei Föten, der Körperbehaarung, Gesichtszüge, Stimme, Körperbau und so weiter, ich glaube die meisten können sich was darunter vorstellen.
Weiterhin verbinden Sportler eine stark androgene Wirkung mit Wirkungen und Nebenwirkungen wie fettige Haut, Akne und Pickel, Haarausfall bei erblich Vorbelasteten oder Frauen, jedoch auch einer zunehmenden Härte, Kraftanstieg und Aggressivität.

Wieso ist diese Thematik überhaupt nicht so einfach und was hat es damit auf sich?
Nun dann schauen wir uns ein Steroid wie Stanazolol an, es ist ein DHT Abkömmling, bindet eher schwach an den Androgenrezeptor, verursacht jedoch gewisse Nebenwirkungen ölige Haut und Haarausfall.
Oxandrolon ein DHT Abkömmling tut dies nicht. Methyl-1-Testosteron ein Designersteroid, nicht zu verwechseln mit dem Methyltestosteron, ist die Dihydrovariante des Methandrostenolon und ist bekannt für eine schwache androgene Wirkung, dafür ist die anabole umso ausgeprägter.

Um das Ganze noch verwirrender zu machen, werfen wir einen Blick auf das Fluoxymesteron, auch bekannt als Halotestin. Dieses Steroid wird von vielen als stark androgen bezeichnet, nur weil es die Aggressivität und Kraftzuwächse enorm erhöht. Fluoxymesteron ist jedoch einer der schwächsten Androgene überhaupt, es ist fast schon als ein reiner Cortisolhemmer zu bezeichnen. Jeder der es allein benutzt hat, weiß, dass man auch keine Probleme wie Haarausfall oder ölige Haut damit bekommt.Es entfaltet seine Wirkung hauptsächlich über den Glucocorticoidrezeptor, also indem es auch die Wirkung des Cortisols an seinem Rezeptor blockt, hier ist es effektiver als Testosteron. (5)
Es verhindert sogar die Umwandlung des schwächeren Cortison zum Cortisol über das 11-ß-HSD Enzym. Eine verhinderte Cortisolwirkung und Konzentration führt laut psychologischen Studien z.B. auch zu erhöhtem, aggressiven Verhalten. (6)
Die erzielte Härte stammt teilweise auch aus dieser Wirkung und andererseits daraus, dass Fluoxymesteron nicht zu Östrogenen umgewandelt werden kann.

Versteht ihr worauf ich so langsam hinauswill? Kann man denn ein synthethisches Steroid überhaupt so einfach klassifizieren und einordnen?

Kehren wir nochmal zurück zum Trenbolon. Es ist komischerweise bekannt für folgende Wirkungen, wenn man sich auf die Erfahrungswerte verlässt:
- 1. kaum Haarausfall
- 2. kaum Auswirkungen auf das Hautbild
- 3. führt bei manchen zu abfallender Libido und Potenz
- 4. starker Kraftanstieg
- 5. führt bei manchen zu aggressivem Verhalten, bishin zur sogenannten "Roidrage", der Steroidwut
- 6. sorgt für eine verbesserte Muskelhärte

Wenn ihr beim Lesen aufgepasst habt, so sieht man, dass ich die Wirkungen mit einer gewissen Absicht dahinter, nummeriert habe.
1-3 sind ziemlich typisch für ein schwach androgen wirkendes Steroid.
4-6 jedoch sind eher üblich für das, was man unter Sportlern als Effekte eines stark androgenen Steroids versteht.

Punkte 4. 5. und 6. konnte ich schon beim Halotestin davor, auf die antikatabole und cortisolhemmende Wirkung als auch die mangelnde Fähigkeit zu aromatisieren, zurückführen.
"Einen Moment mal..", werdet ihr euch jetzt denken. "Dasselbe könnte ja auch für das Trenbolon gelten."
Bingo!

Trenbolon verdrängt genauso gut Cortisolagonisten wie z.B. das Dexamethason vom Glucocorticoidrezeptor und hemmt die Synthese des Cortisol, in etwa so stark wie Testosteron. (2,7)

Hinzu kommt die hier öfter zitierte und hervorragende Studie von Wilson et al., die recht aktuell 2002 gemacht wurde. Und dieser Ausschnitt ist der auf den ich mich beziehen möchte.

"The effects of sc TB and sc TP on glans penis, LABC, VP, and SVCG weights in the castrate-immature male rat are shown in Tables 1 and 2GoGo. Trenbolone treatment produced a significant increase in VP, SVCG, Cowper’s gland, and glans penis weight only at the highest dose of 200 µg/day. LABC weights were significantly increased at all doses of TB while conversely, adrenal weights were decreased by trenbolone treatment. DHT-forming tissues, with 5{alpha}-reductase, such as seminal vesicle and VP were much less affected compared to the effects of a similar dose of TP (only showing statistically significant increases at 200 µg TB/day) while the levator ani, which exhibits a testosterone (T)-dependent response lacking this enzyme, is significantly increased in size at 50 µg TB/day with a dose-response curve nearly identical to sc TP (Fig. 4Go). Hence TB, as compared to TP, differentially induced "anabolic" effects on androgen-dependent muscles, with lower "androgenic" potency on the sex accessory glands. This tissue selective response is likely based upon the ability of 5{alpha}-reductase to inactivate TB, while in contrast, testosterone is converted by the same enzyme to DHT, a more potent androgen. In the LABC, sc TB was equipotent with TP, while in the VP, SV, and GP, even 200 µg/day fails to stimulate tissue growth to the same degree as 25 µg TP/day."

Für alle, die sich an dieser Stelle das Lesen und Nachgrübeln erstmal ersparen wollen, sei kurzgefasst und übersetzt gesagt:
Trenbolon (hier wurde Trenbolonacetat verwendet) hat hier im Gewebe an dem die anabole Wirkung gemessen wird, dem levator ani, eine ungefähr ähnliche Wirkung erzielt wie Testosteronpropionat.
Das bestätigt nochmal die ausgeprägte anabole Wirkung dieses Steroids.
Im Gewebe mit dem 5AR Enzym, insbesondere im Gewebe an dem die androgene Wirkung gemessen wird, wie Samenbläschen und an der ventralen Prostata konnte das Trenbolon nur bei einer Konzentration von 200 µg eine signifikante Wirkung erzielen, aber selbst da war es wesentlich schwächer als Testosteron bei nur 25 µg täglich.

Nun haben wir Einiges relativiert. Trenbolon mag zwar sehr stark an den Androgenrezeptor binden, das tut Nandrolon auch, jedoch ist das nicht automatisch ein Beweis für eine starke vermännlichende Wirkung eines Steroids, noch für seine anderen Wirkungsweisen und Nebenwirkungen. Oft können vom Menschen erfundene Steroidmoleküle überraschende und fast schon paradox erscheinende Effekte erzielen, denn die Auswirkungen auf die Gentranskription kann hier stark variieren.
Die Autoren der Studie vermuten dies alles könnte daran liegen, dass das Trenbolon genauso wie Nandrolon durch das 5AR Enzym im entsprechenden Gewebe in einen schwächeren Metaboliten umgewandelt wird und daher eine schwache androgene Wirkung hat. Es gibt jedoch keinen Nachweis für eine Art Dihydrotrenbolon, daher ist einfach anzunehmen, dass Trenbolon selbst, genauso wie vielleicht Nandrolon auch, an sich kaum androgen ist.

Trenbolon ist also doch nicht so ein starkes Androgen? Was heißt das für uns?

Also eins heißt es ganz bestimmt: Dies ist keine Freikarte für weibliche Athleten sich wagemutig auf das Trenbolon zu stürzen.
Mal von den ethischen Bedenken in Bezug auf den Gebrauch von Androgenen seitens Frauen, abgesehen, kann niemand letztendlich einschätzen wie sich das Ganze in vivo individuell je nach Dosis verhalten würde.
Es wäre also höchst unverantwortlich auf der Basis dieser "Erkenntnis", solche Empfehlungen rauszugeben. Die "Wahrheit" von heute ist vielleicht schon morgen überholt.

Viele wissen es bereits seit geraumer Zeit, zusätzlich zum Tren ist Testosteron sowas wie Pflicht, im physiologischen Bereich schon ausreichend. Kein synth. Steroid kann die Wirkung des Testosterons, die teilweise aus gesundheitlichen Aspekten essentiell ist, imitieren. Besonders für Männer, die nicht an Libidoproblemen leiden wollen, sollte dies erwogen werden.
Weiterhin erweist sich somit Trenbolon als nützlich für Sportler, die mit androgenbedingten Nebenwirkungen zu kämpfen haben. Hier kann es fast schon als Basissteroid genutzt werden.

Anmerkung: Die Verweise zu wissenschaftlichen Studien und anderen Quellen, gekennzeichnet mit einer Zahl in einer Klammern, z.B. "(1)", findet Ihr bei den Links.